Verschiedene Generationen Tür an Tür – Hilfe unter Nachbarn

  • Rücksichtnahme und Toleranz gehört zum Zusammenleben dazu
  • Räumliche Nähe nutzen
  • Von Nachbarschaftshilfe können alle Seiten profitieren

Bochum, 15.05.2018. Oft sind es so kleine Dinge wie die kaputte Glühbirne im Wohnzimmer, die ausgetauscht werden muss. Als älterer Mensch steigt man vielleicht ungern auf einen wackeligen Stuhl und riskiert einen Sturz. Soll man mal eben den Nachbarn fragen? Der macht das in zwei Minuten.

In einem Mietshaus wohnen die unterschiedlichsten Menschen Tür an Tür: Alte und Junge, Familien, Alleinerziehende und Singles. Alle mit unterschiedlichen Charakteren, Vorlieben und Abneigungen, Wünschen, Zielen, Tagesabläufen und Gewohnheiten. Der eine arbeitet zwölf Stunden am Tag und braucht abends seine Ruhe. Bei der Familie mit den drei kleinen Kindern ist immer etwas los und der alten Dame nebenan wird  der Tag lang. Eines haben sie alle gemeinsam: Sie sind Nachbarn. Sie teilen sich das Treppenhaus, gehen vermutlich in denselben Geschäften in der Umgebung einkaufen, steigen an derselben Bushaltestelle ein, viele Kinder gehen in dieselben Kindergärten und Schulen.

Privatsphäre und Unabhängigkeit wahren

„Durch diese Gemeinsamkeiten kann man Kontakte knüpfen, so kann man sich bei Bedarf gegenseitig unterstützen. Privatsphäre und Unabhängigkeit müssen natürlich gewahrt werden“, sagt Bettina Benner, Pressesprecherin von Vonovia, Deutschlands größtem Immobilienunternehmen.

Blumen gießen und Briefkasten leeren, wenn der Nachbar im Urlaub ist, ist das das eine. Aber wenn man sich gut versteht, kann man sich auch in anderen Bereichen unter die Arme greifen. Jüngere Familien freuen sich über einen gelegentlichen Babysitter-Service. Das ist gerade, wenn man im selben Haus wohnt, sehr praktisch. Dafür kann man das ältere Pärchen mal beim Lebensmitteleinkauf unterstützen, einen Kasten hochtragen, die Fahrt zum Arzt übernehmen oder eben eine Glühbirne eindrehen. „Es ist ein Geben und Nehmen über alle Altersgrenzen hinweg. Jeder kann davon profitieren“, sagt Benner.

Miteinander reden

Ärgerlich ist es, wenn dieses harmonische Miteinander durch Konflikte gestört ist. Typische Auslöser für Streit unter den Parteien sind Lärm, etwa durch Kindergeschrei, laute Musik, oder unzureichend ausgeführte Dienste wie Schneeschippen oder Kehrwoche. Störend sind auch Stolperfallen im Treppenhaus: Der sperrige Kinderwagen im Hauseingang, der Schuhstapel vor der Wohnungstür oder die Gehhilfe, an der man sich beim Hochgehen vorbeiquetschen muss. Oft passieren Dinge, die andere stören, aus Unachtsamkeit oder Unwissenheit. Hier ist es wichtig, miteinander zu reden, also sachlich vorgetragene Kritik zu üben und anzunehmen sowie sein eigenes Handeln zu hinterfragen. „Toleranz und Rücksichtnahme, auch unter den Generationen, sind die Voraussetzung für ein friedliches Zusammenleben“, findet Benner.

Dort, wo sich Nachbarn umeinander kümmern, können ältere Menschen leichter und länger in einem eigenen Haushalt wohnen bleiben. Allerdings sollte man sich gegenseitig nicht überfordern. So kann Nachbarschaftshilfe eine professionelle Betreuung oder Pflege, eine Haushaltshilfe oder eine Tagesmutter nicht ersetzen.

Für gelegentliche Unterstützung und gegenseitige Hilfe genügt jedoch ein Aushang am Schwarzen Brett: „Suche Träger für mein neues Sofa, biete Snacks und Getränke.“ – denn wer hilft, dem wird auch wieder geholfen.

Pressematerial (1 MB)

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