Ungebetene Besucher – im Sommer frohlockt das Insekt

  • Hornissen und Bienen stehen unter Naturschutz
  • Eine Ameise macht noch keinen Schädlingsbefall
  • Bekämpfung zunächst mit einfachen Mitteln

Bochum, 17.08.2017. Im Sommer, wenn es grünt und blüht und die Temperaturen steigen, ist auch die Zeit der Insekten gekommen. Mücke, Ameise und Co. verbreiten sich zusehends und dringen ungefragt in den Lebensraum des Menschen ein. Ist das Schwärmen, Krabbeln und Stechen draußen gerade noch akzeptabel, fühlen sich die meisten massiv gestört, wenn sich das Getier in Wohnungsnähe oder gar in der Wohnung niederlässt. Dann wird schnell zum Telefon gegriffen und der Vermieter in die Verantwortung gezogen. „Bei einem Schädlingsbefall sind die Mieter natürlich bei uns an der richtigen Adresse“, sagt Jana Kaminski, Pressesprecherin bei Vonovia, Deutschlands führendem Immobilienunternehmen. „Allerdings muss unterschieden werden zwischen vereinzelt auftretenden Ameisen oder Silberfischchen und einem tatsächlichen Befall.“

Hornissen, Bienen und Co.

Längst nicht alles, was wir als Störenfried empfinden, ist ein Schädling. Ein Hornissennest im Dachstuhl über der Wohnung kann bedrohlich wirken. Die recht großen Insekten sind aber in der Regel friedliebend und nicht aggressiv – außerdem stehen sie strengstens unter Artenschutz! Eine Umsiedelung des Nests ist nur mit Erlaubnis einer Naturschutzbehörde durch einen Schädlingsbekämpfer zulässig. Diese Erlaubnis wird aber nur in tatsächlichen Gefahrensituationen gewährt. Es empfiehlt sich daher, einen Bogen um das Nest zu machen, bis sich die Population im Herbst von allein auflöst. „Uns als Vermieter sind durch den Artenschutz die Hände gebunden“, bestätigt Kaminski. „Wenn ein Mieter aus triftigen Gründen eine Umsiedlung wünscht, muss er sich an die jeweilige Stadt bzw. Gemeinde wenden.“ Eine Kontaktaufnahme durch den Vermieter ist ebenfalls möglich, schneller ist jedoch der direkte Weg.

Ebenfalls unter strengem Schutz stehen Bienen und auch Wespen dürfen gemäß Bundesnaturschutzgesetz nicht ohne zwingenden Grund in ihrer Entwicklung gestört werden.

Ameisen

Naturgemäß sind im Sommer häufig Fenster und Balkontür geöffnet, da kommen schon mal zwei, drei Ameisen auf Erkundungstour. Wird dann doch eine ganze Straße durchs Wohnzimmer verlegt, sollte man es zunächst mit einfachen Mitteln aus der Drogerie oder dem Baumarkt versuchen. Köderfallen beispielsweise sind eine effektive Maßnahme. Noch wirksamer ist Ameisengift, das aber aufgrund der stark chemischen Wirkung als letztes Mittel eingesetzt werden sollte.

Silberfischchen

Silberfischchen fühlen sich dort wohl, wo es feucht ist bzw. eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht. Damit sind Badezimmer ihre bevorzugte Oase. Die flinken Insekten über den Boden huschen zu sehen, mag zwar unangenehm sein, gesundheitsgefährdend sind sie aber nicht. Im Gegenteil sind sie als Verzehrer von allergieauslösenden Hausstaubmilben eher nützlich. Es ist jedoch verständlich, dass man kein ganzes Heer in seinem Badezimmer beherbergen möchte. Eine erste Maßnahme ist zusätzliches Lüften, um möglichst viel Feuchtigkeit herauszubekommen. Ein anderes Mittel bei stärkerer Ausbreitung sind Klebefallen aus dem Baumarkt.

„Grundsätzlich sollten die Mieter erst einmal mit solchen Mitteln versuchen, die Insekten loszuwerden“, rät Kaminski. „Von einem Befall wird erst gesprochen, wenn die Wohnsituation beeinträchtigt ist. Außerdem ist der Einsatz eines professionellen Schädlingsbekämpfers meist mit starken Chemikalien verbunden, die gesundheitsgefährdender als die Insekten selbst sind.“

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