Ein Innovationskonzept – Wie Mosa Cradle to Cradle umsetzt

Es hätte keines Beweises mehr bedurft, aber die Verleihung des Architect’s Darling Cradle to Cradle Award an Mosa unterstrich noch einmal, dass ökologisches Produzieren für den Keramikfliesenhersteller aus Maastricht keine Sache des Bekenntnisses, sondern der Praxis ist.

Mosas Entscheidung für Cradle to Cradle ergibt vor allem ökonomisch Sinn, denn es handelt sich dabei um „ein Wirtschafts- und Innovationskonzept“, so Michael Braungart, der Cradle to Cradle gemeinsam mit William McDonough entwickelt hat und den Architect’s Darling Mosa im November übergab. 20 Top-Architekten hatten ihre Favoriten aus 19 teilnehmenden Marken gewählt. Dank Cradle to Cradle konnte sich Mosa gegen die starke Konkurrenz durchsetzen.

Die Grundidee von Cradle to Cradle ist,  nützlich zu sein, nicht weniger schädlich.  Mosa „hat begriffen, dass Cradle to Cradle die Innovationschance für die Branche ist und setzt das entsprechend zielstrebig um,“ bewertet Braungart die Arbeit des niederländischen Unternehmens: „Es entstehen dort einfach Produkte, die so viel mehr Qualität haben als anderswo. Die Mosa-Fliesen sind bei Weitem die saubersten Fliesen, die es auf der Welt gibt.“

Braungart schätzt besonders, dass Mosa die Inhaltsstoffe der Fliesen nennt, anstatt sie für ihre geringe Belastung zu rühmen: „So ist wie in einem guten Kochrezept bei jeder Mosa-Fliese positiv definiert, was an Zutaten eingesetzt wird. Und jedes Material, das verwendet wird, kann in die Biosphäre bzw. in die Technosphäre zurückgehen. Die Fliese ist von vornherein dafür hergestellt.“ Denn erst wenn man positiv definiert, was die Produkte enthalten, kann man auch zeigen, dass man keinen Abfall verursacht und damit ein mangelhaftes Produkt herstellt, denn „ein Produkt, das Abfall verursacht, hat schlicht ein Qualitätsproblem.“

Und dieses Qualitätsproblem kostet schlicht Geld. Cradle to Cradle-Produkte sind im Durchschnitt 20 Mal kostengünstiger als herkömmlich hergestellte Produkte. Der Arbeitsschutz kann mit Cradle to Cradle reduziert werden, weil es weniger Stoffe gibt, vor denen man geschützt werden müsste.

Kläranlagen werden überflüssig, weil die Materialien für die Biosphäre geeignet sind und somit müssen sie nur noch sauerstoffzehrende Verbindung herausnehmen, aber keine giftigen Schwermetalle mehr abbauen.

Wer also ökonomisch denkt, handelt ökologisch? „Nein,“ sagt Braungart, „wer nicht dumm sein will, handelt ökologisch.” So wie die Firma Mosa.

Pressematerial (9 MB)

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